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Gleichgültige Gesellschaft - Erwarten wir tatsächlich, dass jemand in eine Prügelei eingreift, wenn wir nicht einmal im Bus durchrücken?


Neulich sprach ich auf dem Bahnsteig des Hamburger Hauptbahnhofs eine Dame darauf an, dass sie durch ihr Zigarettenrauchen gerade das Rauchverbot am Bahnhof verletzte und ich mich gestört fühle. Sie lachte mich aus, drehte sich weg. Ich ließ nicht locker, aber die Dame erwiderte nur "Lass mich in Ruhe, ich hatte einen langen Arbeitstag". Weitere Versuche, sie argumentativ zu überzeugen, scheiterten, bis ihr Zug einfuhr und sie davon ging. Die ganze Szene spielte sich vor ca. 20 Zuschauern ab, von denen sich nicht ein einziger rührte und mich unterstützte. Daher fühlte ich mich letztendlich wie eine hysterische Ziege. Ich frage daher:

  • Warum fühlt sich niemand verantwortlich, obwohl alle den Schaden von der einen Person erfahren, die sich nicht an so banale Regeln hält?
  • Hätte ich mir tatsächlich einfach einen anderen Platz suchen sollen um eine Konfrontation zu vermeiden - schließlich ging es um so etwas Banales?
  • Erwarten wir tatsächlich, dass jemand in eine Prügelei eingreift, wenn eine Unterstützung in meinem o.g. Fall schon zu viel verlangt ist oder sollte Zivilcourage erst anfangen, wenn ernsthafte Körperverletzungen abzusehen sind?

Ist diese Gleichgültigkeit gegenüber anderen im doppelten Sinne (ggü. den Regeln und ggü.demjenigen, der versucht, für sie einzustehen) ein Trend in unserer Gesellschaft?


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