+1

Das Bildungssystem - ein steiler Weg zum Abgrund.


Der Themenvorschlag beschäftigt sich mit jeder Etappe des Bildungssystem. Verschiedene Schwerpunkte sind möglich. Es sollen erfolgreiche Konzepte und der Alltag in jedem Bereich des Bildungssystem gezeigt werden, die zusammengenommen die Bildungsmisere aufzeigen.

Eine gewagte Hypothese: Deutschland wird irgendwann keine Elite mehr haben, weil Schule zur Beschäftigungstherapie mutieren wird.

Die Ausbildung der Lehrer ist völlig überholt und Bacchelor, Master und ein Quickie durch das Referendariat bilden noch keine guten Lehrer aus. In den Oberschulen gibt es entweder einer ignorante Elternschaft, man lernt sie nie kennen oder überengagierte Eltern versuchen, den LehrerInnen anmaßend ihre Jobs beizubringen. Kompetenzen als neue Herausforderung für alle. Medien- und Methodenvielfalt als Überforderung. Internet, Computer, Laptopklassen, Smartboards.... oder die Realität: eine einfache Tafel und ein OH-Projektor in überfüllten Klassen, wo der Lehrer kaum durch die Reihen gehen kann. Paradox!


Diskussionen

  • Das Thema interessiert mich sehr, da ich selbst angehende Lehrkraft bin. Ich gehe davon aus, dass Sie ebenso Lehrer oder noch in der Ausbildung dazu sind. Sie zählen in Ihrem Beitrag allerdings ein paar 'Fakten' auf, die ich doch gerne nochmal hinterfragen möchte: Wieso ist die Lehrerausbildung überholt? Meiner Ansicht nach gibt es hier je nach Bundesland und je nach Uni deutliche Unterschiede in der Ausbildung und die mir bekannten Universitäten scheinen sich auf die neuen Herausforderungen für Lehrer und Schule gut eingestellt zu haben. Dann: Warum ein 'Quickie' durch Referendariat? Wissen Sie denn, wie lang das Ref dauert? Wenn ja, finde ich die Bezeichnung doch sehr anmaßend. Zudem sollten Sie bedenken, dass vor dem Referendariat oft noch einige Wartesemester hinzukommen, in denen man normal als Lehrer an Schulen arbeitet. Außerdem macht man schon während seines Studiums mehrere Praktika an Schulen, wie lang und wie oft abhängig von der Universität. Dritte und letzte Frage: Was meinen Sie überhaupt mit Beschäftigungstherapie? Das der Schule jede sinnvolle Funktion verloren gehen wird in der Zukunft? Ich denke, diesen Untergang haben in den letzten Jahrhunderten immer und immer wieder alle möglichen Leute prophezeit, und doch existiert die Institution noch und versucht sich - zumindest in vielen Regionen - sich neu zu organisieren und zu reformieren. Kritikwürdig ist das Bildungssystem dennoch an vielen Stellen, wie z.B. die frühzeitige Selektion der Schüler vor der Mittelstufe, mangelnde Mittel, Lehrkräfte und außerschulische Angebote an vielen Schulen oder der Test- und Notenwahn teils schon ab der ersten Klasse.

  • ScH ist dafür
    +1

    Ja, tolles Thema. Im Bildungssystem geht es nicht um permanent neue Formen der Nivellierung. Es geht nicht darum, für möglichst viele die Formalien für eine höherwertige, eine hochschulmäßige Ausbildung zu schaffen. Sondern es geht um Inhalte, die die Voraussetzung für Berufsausbildung oder Studium legen können; und es geht um die Fähigkeiten derer, die solche Inhalte lehrend vermitteln sollen; es geht nicht zuletzt auch um Anforderungen an Schüler um eines Bildungszieles willen, das anforderungsorientiert und nicht ständig nach immer niedrigerem Niveau angepasst ist.

    Schule und die dortige Ausbildung müssen wieder stärker verstanden werden als kenntnis- und leistungsbegründend, als frühe Grundlage späterer Leistungs- und Konkurrenzfähigkeit. Ich leiste dabei Zurückhaltung unf fordere noch nicht einmal die Heranbildung von Eliten, was sicherlich ebenfalls nicht wirklich abzulehnen wäre.

    Die seit Jahren schleichend zurückgefahrenen Anforderungen vergleiche ich schon seit Jahren in geschichtlicher Betrachtung mit der Dekadenzphase vormals wichtiger Völker.

    Alles andere

  • Hellstroem ist dafür
    +1

    Sehr gutes Thema, welches meine vollste Unterstützung erfährt.

    Siehe auch mein erstelltes Thema hierzu - beide ergänzen sich meines Erachtens gut: http://bit.ly/GR6YR3

  1. Sie können einen Vorschlag unterstützen oder ablehnen.

  2. Und ihn in Ihre Beobachtungsliste aufnehmen.

  3. Informationen über den Vorschlag einsehen...

  4. ...Schlagworte für diesen Vorschlag hinzufügen...

  5. ...oder den Vorschlag mit anderen per Facebook, Google+ oder Twitter teilen.

  6. Kommentare können Sie nicht nur bewerten...

  7. ...sondern auch dazu verfasste Antworten einsehen...

  8. ...selbst eine Antwort zu einem Argument schreiben...

  9. ... und neue Argumente einbringen.

  10. Oder aktiv den Vorschlag mitgestalten und Alternativen einbringen.