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Miese Berufsaussichten trotz sehr guter Ausbildung


Ist es ein Phänomen der allgegenwärtigen Krise, dass selbst sehr gut ausgebildete Geisteswissenschaftler vielfach nicht in der Lage sind einen angemessenen Job zu finden? Zwar sind Geisteswissenschaftler weniger speziell für einen konkreten Beruf qualifiziert, dafür aber sehr flexibel und bereit in alle Richtungen zu denken. Dennoch ist die Situation weit verbreitet, dass Absolventen mit sehr guten Noten, diversen Praktika und anderer Berufserfahrung vielfach kaum Chancen haben einen guten Job zu finden. Die Verlegenheit sich auf das fünfte Praktikum, auf Stellen als studentische Hilfskraft oder als Reinigungskraft bei Automessen zu bewerben ist zwar groß, doch in nicht wenigen Fällen der einzige Ausweg. Was müssen das für Menschen sein, die die wenigen ausgeschriebenen Jobs bekommen? Oder liegt es an einer sich immer weiter ausdifferenzierenden und extrem hoch spezialisierten Arbeitswelt, in der Geisteswissenschaftler mit ihrer breit angelegten Ausbildung keine Chancen mehr haben, weil es immer jemanden gibt, der gezielter ausgebildet ist? Die scheinbare Lösung liegt wohl darin, das eigene Studium äußerst diszipliniert zu strukturieren, viele sehr gezielte Praktika nebenher zu machen und den obligatorischen Auslandsaufenthalt nicht zu vergessen; eine Struktur, die sich weiter von den, zugegebenermaßen veralteten, Ansprüchen an ein Studium um der Persönlichkeitsentwicklung willen nicht weiter entfernen kann. Ergeht es uns in Deutschland bald auch so wie vielen Altersgenossen in den Mittelmeerländern, die notgedrungen im Gemüseladen der Eltern arbeiten, trotz eines Masters in der Tasche?


Diskussionen

  • Wie hoch ist die Erwartungshaltung gegenüber unseren Kindern, als daß wir sie nicht loslassen und einfach anerkennen, daß die gemeinsame Fortführung eines Familienbetriebes auch ohne höchste Bildungsansprüche gelingt.

    Andererseits ist auch eine akademische Ausbildung kein Garant für eine entsprechende Tätigkeit, wenn nicht jeder Einzelne sich auch darum bemüht und entsprechend nach außerhalb des Campus auffällig wird.

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