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Pro und contra voraussetzungsloses Grundeinkommen


Dieses Thema soll die Möglichkeiten eines veränderten Verständnisses von Arbeit und Einkommen, Individium und Gesellschaft sowie ein neues Modell über Teilhabe am gesellschaftlichen Reichtum zur Diskussion stellen.


Diskussionen

  • johannesisrael ist dafür
    +1

    Pro, weil: S o l i d a r i s c h e s G r u n d e i n k o m m e n

    Das Leben, die Gesundheit und die Würde jedes Menschen steht an erster Stelle!

    Stand Februar 2012 mit Eckdaten der Jahre 2008 und 2009

    Vorwort

    Der Grundgedanke jeglicher Politik sollte es sein, allen Menschen, die in einer Gesellschaft leben, ungeachtet von Alter, Herkunft oder sozialem Status die gleiche Möglichkeit zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit zu geben. Leider ist in unserer technisierten und zivilisierten Gesellschaft mit ihrer Fixierung auf das Austauschgut Geld zusehends immer weniger Menschen in der Lage, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

    In der Lebensrealität der meisten Menschen innerhalb der Bundesrepublik Deutschland sieht es so aus, dass eine Befriedigung der Grundbedürfnisse nur über das Bereitstellen von menschlicher Arbeitskraft zu erreichen ist. Dieses System ist im Verlauf der Geschichte nur selten hinterfragt worden, da stets für die meisten Menschen genügend Möglichkeiten zur Verfügung standen, ihre Arbeitskraft am Markt anzubieten.

    Durch die zunehmende Technisierung der Produktionsprozesse und durch die Möglichkeit der Verlagerung von körperlicher Arbeit über weite Entfernungen hinweg geriet dieses System aus den Fugen. So befinden wir uns heute in der Situation, dass Menschen auch wenn sie wollen, eben nicht in der Lage sind, durch das Bereitstellen von Arbeitskraft an diesem Kreislauf teilzunehmen.

    Da der Prozess der Technisierung und somit die Entbehrlichkeit körperlicher Arbeit immer weiter fortschreiten wird, ist es an der Zeit, nach einer gerechten Lösung zu suchen, mit der die Menschen in der Lage sind, ihre materiellen Grundbedürfnisse innerhalb der Gesellschaft zu befriedigen.

    Die Antwort darauf ist:

    D a s S O L I D A R I S C H E

                                                         G R U N D E I N K O M M E N
    

    Das SOLIDARISCHE GRUNDEINKOMMEN stellt einen Rechtsanspruch dar, welche jeden Monat an alle Mitbürger des Staates ausgezahlt wird. Es wird ohne Ansehen der Person oder ohne eine Überprüfung der Einkommenssituation ausgezahlt. Aus dem Erhalt entstehen dem Empfänger keine definierten Pflichten, allenfalls die ethisch-moralische Pflicht, die Gesellschaftsnormen der Bundesrepublik Deutschland anzuerkennen und sein Leben an diesen auszurichten. Das solidarische Grundeinkommen (SGE)

    ist eine regelmäßige monatliche Finanzleistung des Staates, die alle Bürgerinnen und Bürger, die einen Hauptwohnsitz oder ihren gewöhnlichen und rechtmäßigen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben, erhalten.

    Der Anspruch auf SGE besteht

     ohne Bedürftigkeitsprüfung;

     ohne Gegenleistung oder Arbeitspflicht, und

     ohne Anrechnung von Vermögen; Das solidarische Grundeinkommen

     gewährleistet individuelle Freiheit;

     schafft soziale Gerechtigkeit;

     gewährleistet Leistungsgerechtigkeit;

     dient der Existenzsicherung und der Teilhabe am öffentlichen, kulturellen u. politischen Leben;

     unterliegt nicht der Steuer- u. Sozialversicherungspflicht und

     beseitigt die Mängel in den jetzigen Steuer- u. Sozialsystemen. Das solidarische Grundeinkommen

    ist die Basis für transparente und gerechte Steuer- u. Sozialsysteme, diese

     gewährleisten einen echten Familienlastenausgleich, verhindert Kinderarmut und schafft durch ein besseres Bildungssystem Chancengleichheit für alle Kinder;

     verhindern Altersarmut;

     stellen zielgerichtete Soziale Hilfe, ohne Sanktionen und Zwangsmaßnahmen, bereit;

     ermöglichen die Balance zwischen Beruf, Familie und persönlichen Interessen;

     entlasten die Erwerbstätigen durch geringere Steuern und Sozialversicherungsbeiträge;

     schaffen flexiblere Arbeitszeitmodelle und mehr Teilzeitarbeit;

     erleichtern Existenzgründungen ohne Existenzangst;

     schaffen Subventionen ab;

     führen zu erheblichen Bürokratieabbau und

     ziehen alle Einkommen gleichberechtigt zur Finanzierung aller Gesamtgesellschaftlichen Kosten heran, indem die Kapitaleinkommen genauso wie die Arbeitseinkommen besteuert werden. http://www.sge.iivs.de/

    • Guenter ist dagegen
      0

      das sogen. "solidarische Grundeinkommen" spiegelt vor, ein "bedingungsloses Grundeinkommen" zu sein, ist es aber nicht, weil es Menschen vorschreibt, wie sie zu leben haben. Das heißt, nur wer Wohnungsinhaber ist, erhält das volle Grundeinkommen.

      Das sogen. "solidarische Grundeinkommen" ist somit ein partielles Grundeinkommen, das abzulehnen ist, weil wieder eine Bürokratie aufgebaut und in der Privatshäre der Menschen geschnüffelt wird.

      Das sogen. "solidarische Grundeinkommen" ein "bedingunsloses Grundeinkommen" ablehnt, mit der Begründung der Finanzierbarkeit, also Menschenrechte unter Finanzierungsvorbehalt stellt.

      • guesi4948 ist dafür
        +2

        Einführung eines Grundeinkommens für alle Bürger Damit würde ein Paradigmenwechsel erreicht, der von dem Streben nach Wachstum, das seit den Eroberern und der Kolonialisierung über die Industrialisierung bis zur Finanzkrise immer nur die Umverteilung von Arm zu Reich und von Machtlosen zu den Mächtigen bedeutet hat, zu einer gerechten und angemessenen Verteilung des Vorhandenen führt. Die Entscheidung zum sog. „Nullwachstum“ in den 70er Jahren war aufgrund der Erkenntnisse des Club of Rom und den vielen Weltmodellen richtig. Mit dem Grundeinkommen könnte ein wichtiger Schritt zur Anerkennung der sozialen, gesellschaftlichen und selbstbestimmten Arbeit der/des Hausfrau, Hausmannes, Alleinerziehenden, Behinderten und Arbeitslosen sowie gesellschaftlich ausgegrenzten Menschen, deren Würde unantastbar bleiben muss, erreicht werden. Darüber hinaus würde das Auseinanderstreben der Gesellschaft und die heraufziehende Gefahr der Stärkung extremer politischer Kräfte verhindert. Vielleicht ist es auch der richtige Weg, die zwischenmenschlichen, familiären, sozialen und gesellschaftlichen Beziehungen wieder zu beleben und das Leben in einer freien, friedlichen und solidarischen Gesellschaft wieder lebenswerter zu machen.

  • johannesisrael ist dafür
    0

    Warum eine Wohnkostenpauschale (WKP)?

    Der Wohnungsbestand in Deutschland liegt bei rd. 40 Millionen Wohnungen.

    Die Bevölkerungszahl liegt bei rd. 82 Millionen Einwohnern.

    In Mehrpersonenhaushalten ergeben sich Synergieeffekte, da ein Großteil der Wohn- u. Nebenkosten nur einmal anfällt oder sich nur anteilmäßig erhöht.

    Ein SGE in Höhe von 800 Euro an alle Volljährigen Bürger und 500 Euro für Kinder würde zusätzlich 100 Mrd. Euro Kosten und zudem zu Ungerechtigkeiten gegenüber Haushalten mit Kindern führen. Z. B. erhielt eine alleinstehende Mutter mit 3 Kindern 800 Euro plus 3 x 500 Euro insgesamt 2.300 Euro. Eine Familie oder Wohngemeinschaft mit 4 Erwachsenen bekäme je 800 Euro, insgesamt 3.200 Euro und somit 900 Euro mehr.

    Ein SGE inkl. der vollen Wohnungskosten für alle Bürger in Höhe von 800 Euro würde zu zusätzlichen Kosten in Höhe von rd. 150 Mrd. Euro führen.

    Um ein einheitliches SGE für alle Bürger in Höhe von 800 EUR zu finanzieren müsste der Einkommensteuersatz von 50 % auf ca. 65% angehoben werden.

    Dies wäre gegenüber Erwerbstätigen nicht mehr Leistungsgerecht.

    Hier ist zu bedenken, dass jeder EURO der verteilt werden soll, erst mal erarbeitet werden muss!

    Ein einheitliches SGE in Höhe von 650 Euro für alle Bürger wäre zwar finanzierbar aber für Ein-Personenhaushalte nicht ausreichend. Sehr viele Bürger wären trotz SGE weiterhin auf Sozialhilfe angewiesen.

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