+9

Wissensgesellschaft - Was ist das?


Zu Beginn eine Anekdote: Anlässlich eines Workshoptreffens, an dem der seinerzeitige Ministerpräsident des in Sachen Bildung und Forschung in Europa führenden Landes Finland, Matti Vanhanen, teilnahm, bemerkte dieser: "Ich halte ständig Sonntagsreden über die Wissensgesellschaft, weiss aber ger nicht, was das ist - im Unterschied zur Informationsgesellschaft, die etwas mit Informatik, Computern und dem Internet zu tun hat". In der Tat handelt es sich bei Themen mit dem Präfix Wissen... (Wissensgesellschaft, Wissenspolitik, Wissensökonomie...) um weitgehend diffus definierte Vorstellungen zu unserer gesellschaftlichen Zukunft. Jede/r, die/den man auf sein/ihr diesbezügliches Verständnis anspricht reagiert gleich: Ja, ein wichtiges Thema, Wissen, Verstehen, Weisheit - aber doch irgendwie abstrakt. Was ist das also - die Wissensgesellschaft? Nach meiner eigenen, zugegeben und "professionell deformiert" eingeschränkten Definition geht es um das Zusammenspiel von Bildung, Wissenschaft, Forschung, Technologie und sozialer, oder besser: sozietaler Innovation. Und damit geht es auch um die Schaffung dessen, was im Angelsächsischen als "Intellectual Capital" als z.B. Ergänzung des "Social Capital" bezeichnet wird (wobei, bitte, "capital" nicht als "kapitalistisch" zu verstehen ist) durch neue Formen der individuellen und institutionellen Zusammenarbeit von "Wissensarbeitern" im Sinne einer nicht nur multi- sondern sogar transdisziplinären Strategie zur gesellschaftlichen Weiterentwicklung. Dabei werden Themen wie z.B. "die Weisheit der Vielen", "Schwarmintelligenz" aber auch Revolutionen in Bildung und Bildungssystemen wie z.B. den Universitäten in einen Zusammenhang zu diskutieren sein.


Diskussionen

  • rene_peinl ist dafür
    +1

    Gerade in Deutschland rechtfertigen wir unser hohes Lohnniveau immer mit der hohen Produktivität, aber stimmt das tatsächlich noch? Sind wird produktiver als andere Länder? Wissen unsere Fachkräfte mehr als in anderen Ländern? Falls ja, wie können wir diesen Vorsprung in einer Zeit halten, in der immer mehr Informationen im Internet für alle verfügbar sind? Falls nein, wie können wir dafür sorgen, dass wir schneller und effizienter die notwendige Anpassung an die sich verändernden Bedingungen in einer globalen Ökonomie vollziehen, als andere Länder? Wie können wir besser Wissen aus Hochschulen zu Anwendern in Unternehmen bringen? Wie werden wir Vorreiter bei der Nutzung neuer Medien für die Aus- und Weiterbildung, statt nur darauf zu warten, dass uns Apple und andere global Player zeigen wie es geht? Warum können wir nicht endlich anfangen die positiven Seiten des Internet in vollem Umfang zu nutzen, statt nur durch Datenschutz und "was könnte alles schlimmes passieren wenn" Diskussionen aufzufallen? Solche, und ähnliche Fragen könnten hier behandelt werden.

  1. Sie können einen Vorschlag unterstützen oder ablehnen.

  2. Und ihn in Ihre Beobachtungsliste aufnehmen.

  3. Informationen über den Vorschlag einsehen...

  4. ...Schlagworte für diesen Vorschlag hinzufügen...

  5. ...oder den Vorschlag mit anderen per Facebook, Google+ oder Twitter teilen.

  6. Kommentare können Sie nicht nur bewerten...

  7. ...sondern auch dazu verfasste Antworten einsehen...

  8. ...selbst eine Antwort zu einem Argument schreiben...

  9. ... und neue Argumente einbringen.

  10. Oder aktiv den Vorschlag mitgestalten und Alternativen einbringen.