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Leben in der Datenwolke


Elektronischer Personalausweis, Fluggastdatenabkommen, Voratsdatenspeicherung, Lauschangriff, Zensus - der Staat erfasst mehr und mehr Daten seiner Bürgerinnen und Bürger, während Google, Facebook und Konsorten Nutzerprofile von uns allen längst angelegt und außer Landes gebracht haben. Die Frage ist längst nicht mehr, wie wir unsere Privatsphäre schützen können. Das Zeitalter von Intimität und privaten Geheimnissen neigt sich unaufhörlich dem Ende zu und auch eine mutigere Politik als die unserer könnte diesen Prozess höchstens verzögern, nicht aber aufhalten.

Anstatt also sich über diese Entwicklung aufzuregen, sollten wir uns stärker Gedanken machen, wie wir diese Zukunft gestalten wollen. Wie wird sich detailliertes und einfach verfügbare Wissen über unsere Mitmenschen auf die zwischenmenschliche Kommunikation auswirken? Ist es für Unternehmen und MitarbeiterInnen vielleicht sogar hilfreich, wenn sich Personalchefs ein genaueres Bild von BewerberInnen machen? Oder werden wir durch die Algorithmisierung unseres Charakters zu faden, unkreativen Massenmenschen?

Ich könnte mir eine Ausgabe gut vorstellen, die davon ausgeht, dass wir in nicht allzu ferner Zukunft (fast) alles über (fast) jeden wissen. Man könnte ja auch einmal Prominente fragen, die diese Situation vielleicht heute schon erleben. Und man könnte mit Menschen sprechen, die sich erfolgreich von all der Datensammelei fern halten. Ist das nur positiv? Oder hat es vielleicht auch etwas Gutes, Informationen von sich preiszugeben?


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