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Das Tier im Menschen


„Der Mensch ist ein schönes böses Tier“. So beschreibt Marquis de Sade den Menschen in seinen pornographischen und philosophischen Schriften. Eine Ode an den Sadismus, an die Triebe, an die Gewalt und an den Schmerz. Jegliche Moral wird im Keim erstickt, Religion und Konvention verlacht.

Hatte dieser Rebell von Philosoph recht: ist der Mensch denn überhaupt fähig moralisch zu handeln? Worin liegt der wirkliche Lustgewinn? In der Tugend oder in der Gewalt?

Wieviel Tier steckt noch in jedem von uns?

Nach Darwin sind wir ein Ergebnis natürlicher Selektion und Verwandte der Affen. Natürliche Selektion bedeutet also: wir haben sehr (sehr!) lange aus Not gemordet, um uns schließlich (durch ausgefuchstes Taktieren) als Krone der Schöpfung zu bezeichnen.

Bereiche wie Kultur zeugen davon, dass wir mehr können als überleben und uns fortpflanzen. Wir morden nicht mehr aus Not, wir tun es aus Überzeugung und mit Geschmack!

Es gibt sie die Momente, in denen wir das Tier in uns spüren. Vielleicht wenn wir jemanden riechen und dieser Geruch so gut ist, dass unser Verstand aussetzt, vielleicht wenn wir jemanden bestrafen und insgeheim Lust dabei empfinden, vielleicht wenn wir Gedanken haben, die so pervers sind, dass wir sie nicht aussprechen können.

Wie animalisch sind wir wirklich? Ist unsere Moral nur ein Deckmantel um darunter klammheimlich stechende, perverse Hiebe auszuteilen? Eine Rechtfertigung für das Tier?


Diskussionen

  • Soll es jetzt in Richtung Darwin oder Psychoanalyse gehen. Zwei grundverschiedene Herangehensweisen. Ad letzter Absatz: Perverse Hiebe auszuteilen, ist nicht animalisch. Das ist menschlich.

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