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Es gibt ein Leben diesseits des Internets!


Dieser Vorschlag betrifft den Verlust einer Sensibilität für den Wert gestalteter Umwelt außerhalb der Medien.

"Meistens belehrt uns der Verlust über den Wert der Dinge."

Dieser Aphorismus von Arthur Schopenhauer trifft im deutschen Kulturkreis wohl immer weniger zu.

Stattdessen gibt es „eine schleichende Abstumpfung gegenüber den sinnlichen Werten unserer Städte“.

Wie soll auch die Generation, die am PC groß geworden ist, einen sensiblen Blick für die von der Industrie gewollte und staatlich geförderte baukulturelle Verarmung außerhalb der Medien entwickeln können? Liegt es daran, dass sie sich im Netz zumindest äußern kann, aber in unserer realen Umwelt nichts mehr zu melden hat?

Hat Stuttgart 21 bewiesen, dass die Welt da draussen uns nicht gehört, wir letztlich doch nichts ändern können? Die Erkenntnis dieses Experimentes des ZEITmagazins ist für mich, dass das Experiment selbst zum interessantesten Thema geworden ist.

Schon die statistische Auswertung wird Tendenzen zeigen, die über die gesellschaftliche, kulturelle oder politische Bedeutung der einzelnen Themen nicht so viel aussagt, wie die Bedeutung, die der medial orientierte Teil dieser Gesellschaft ihnen beimisst.

Medial wird auch das Schlüsselwort sein: medial, mittelbar wird unsere Welt wahrgenommen; nicht un-mittelbar!

Ein erster Schritt wäre da schon, die Schuhe auszuziehen und barfuß den eigenen Ort oder vielleicht schon Nicht-Ort (Marc Augé) zu er-laufen; ohne headphones, ohne handy, und mit offenen Augen. Es gibt noch Sehens-Wertes zu entdecken und das Auge daran zu schulen, bevor auch das nur noch virtuell im Netz überdauern wird.


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