+3

Unroll Collective Intelligence! Erschließung neuer Wertschöpfungspotentiale durch Entfaltung kollektiver Intelligenz


Die Untersuchung der kognitiven Leistungsfähigkeit von Gruppen ist ein sehr aktuelles Thema in der Wissenschaft. Wird kollektive Intelligenz entfaltet, dann eröffnet sie der Gruppe eine hohe Problemlösungskompetenz, die weit über die Potentiale der einzelnen Mitglieder hinausgeht. Phänomene, wie z.B. die Entwicklung der Open-Source Software Linux oder von 3D Druckern, beweisen dies. Es stellt sich nun aber die Frage, unter welchen Voraussetzungen sich die kollektive Intelligenz in Gruppen entfaltet und wie man diese Entfaltung gezielt fördern kann. Diesem Umstand widmet sich das Konzept: "Unroll Collective Intelligence" (UCI).

UCI wird z.Z. am Laboratorium für Fertigungstechnik an der Helmut-Schmidt Universität in Hamburg im Zuge eines Forschungsprojektes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung entwickelt. Hintergrund des Konzeptes UCI ist die zielgerichtete Entfaltung der kollektiven Intelligenz von unabhängigen Akteuren in Produktionsnetzwerken, um so neue Potentiale einer interaktiven Wertschöpfung zu erschließen. Das Konzept basiert auf den Bausteinen für kollektive Intelligenz (Diversität, Autonomie, Aggregation) und dem daraus entwickelten morphologischen Kasten "Einflussfaktoren auf die kollektive Intelligenz in Wertschöpfungsnetzwerken". Die Kenntnis der Einflussfaktoren für kollektive Intelligenz in Wertschöpfungsnetzwerken ermöglicht eine gezielte Entfaltung durch Maßnahmen der am Wertschöpfungsprozess beteiligten Akteure. Aufbauend auf den identifizierten Einflussfaktoren erfolgt die Entwicklung eines granularen Wissensmanagement-Systems. Dieses orientiert sich am Bedarf des akteursübergreifenden Wertschöpfungsprozesses im Netzwerk, und erlaubt damit eine zielgerichtete Koordination der Wertschöpfungsaktivitäten unter Zusammenführung der relevanten Kompetenzen. Da UCI den Akteuren im Wertschöpfungsnetzwerk ermöglicht, aktiv die kollektive Intelligenz zu entfalten, ist es kein Top-Down geprägter Ansatz. Die Mächtigkeit des Konzepts liegt darin, dass sich die kollektive Intelligenz der Akteure durch eine Bottom-Up-Entwicklung entfaltet.


Diskussionen

Bisher wurden keine Argumente hinzugefügt.
  1. Sie können einen Vorschlag unterstützen oder ablehnen.

  2. Und ihn in Ihre Beobachtungsliste aufnehmen.

  3. Informationen über den Vorschlag einsehen...

  4. ...Schlagworte für diesen Vorschlag hinzufügen...

  5. ...oder den Vorschlag mit anderen per Facebook, Google+ oder Twitter teilen.

  6. Kommentare können Sie nicht nur bewerten...

  7. ...sondern auch dazu verfasste Antworten einsehen...

  8. ...selbst eine Antwort zu einem Argument schreiben...

  9. ... und neue Argumente einbringen.

  10. Oder aktiv den Vorschlag mitgestalten und Alternativen einbringen.