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Der dressierte Mensch


Mich würden einmal die Überlegungen darüber interessieren, wie der Eingriff neuer Medien in unsere Gesellschaft unser Denken und Handeln domestizieren. In einer atemberaubenden Geschwindigkeit entwickelte eine Klasse von Technikentwicklern unser gesellschaftliches Miteinander fort und gibt uns vor, wie Kommunikation und Denken in Zukunft zu funktionieren hat. Welcher Preis wird gezahlt, um an der „Schönen Neuen Welt“ teilzuhaben? Wieso lagern wir immer bereitwilliger unser kollektives Gedächtnis per Sofortzugriff auf Wikipedia oder Google aus, anstatt ein eigenes kulturelles und geschichtliches Wissen zu besitzen. Wieso wird Wissen immer stärker mit Informationen verwechselt, die uns bar jeden Zusammenhangs in den Datenwolken überall und sofort zu Verfügung stehen? Ist es eine zu erlernende Kulturtechnik, zu wissen, wo Informationen möglichst schnell abrufbar sind, ohne deren Wahrheitsgehalt oder deren Relevanz bewerten zu können?


Diskussionen

  • Unser kollektives Gedächnis wird seit jahrtausenden in unseren entwickelten Kulturleistungen abgespeichert. Wir sollten das digitale Zeitalter nicht überschätzen. Alles was bisher erfunden wurde, schaffen wir locker und vielleicht noch besser auch ein 2. Mal, sollte ein Ereignis unsere Cloud zum Absturz bringen. Aaaber dieser Zeitverlust. Wessen Zeit wäre denn da verschwendet?

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