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Coaching - Hype oder Geldverschwendung?


Dieser Vorschlag will, dass Coaching einmal unter den Aspekten "Lernen" und "Wertschöpfung" unter die Lupe genommen wird. Denn: Coaching gehört zum Pflichtprogramm der innerbetrieblichen Weiterbildung. Was Coaching ist, leistet und leisten kann - darüber besteht nicht nur bei mehr als 30 Verbänden Uneinigkeit. Recht hat der, der medial am stärksten auftritt. Doch was wird im Coaching gelernt? Nutzt es dem Einzelnem und dem Unternehmen? Oder ist es nur eine geschickte Form der Manipulation? Was passiert eigentlich, wenn therapeutische Diagnoseraster auf gesunde Führungskräfte angewandt werden? Kann jemand anders wirklich wissen, was gut für mich ist? Ein Unternehmen weiß selten, was wirklich im Coaching passiert. Die Personalentwicklung vieler Unternehmen bekommt "Spielgeld". Ob die Investitionen sinnvoll sind, wird selten in Frage gestellt.


Diskussionen

  • Avoice ist dafür
    +2

    Erfolg ist bekanntlich eine sinnvolle Überlebensstrategie - passende Beispiele liefert die "Natur" gleich mit. Fehler sind häufig menschlich - passende Beispiele produzieren Unternehmen täglich mit zunehmender Geschwindigkeit und Qualität. Coaching als rezeptfreie Lösung ohne Nebenwirkung zu verstehen hätte den Charme eines nachhaltigen Hypes. Unter betriebswirtschaftlicher Neonbeleuchtung ohne Controlling bleiben gute Fragen unbeantwortet. Wie aber entscheiden im Spannungsfeld von Ressourcenknappheit, Geduld und Zielvereinbarungen? Ein ZwischenMenschlicher Boxenstopp im Sinne von trial and error ist eine zeitgemäße und willkommene Maßnahme - besonders in alternativlosen Zeiten, bei denen Menschen tatsächlich noch Teil der Wertschöpfung sind. Also Motivation tanken - Scheibe putzen und mit Vollgas wertschöpfen.

  • JKFR ist dafür
    +1

    Mit Coaching verbinden - leider - zuviele, Auftraggeber und Auftragnehmer (also Coachs), reine Beratung. Damit wird dem Coachee die Verantwortung für eigene Lösungen und somit für eine selbstgewollte Verhaltensveränderung entzogen. Richtig verstandenes Coaching folgt einem nachvollziehbaren Prozess, in dem der Coachee durch definierte Schritte auf Basis eigener Fähigkeiten zu echten Handlungsalternativen geführt wird.

  • Solange Coaching ein Synonym für Beratung ist, werden Coachees nicht selbstständig. Dabei ist die Selbststeuerung Ausdruck eigener gewollter und damit motivierender Entscheidung für den Erfolg.

    Coachs sollten Abschied nehmen von ihrer fachlichen und erfahrungsorientierter Omnipotenz.

    Wichtig ist auch, das der Coach loyal ist. Zum Coachee, zum Auftragggeber, zum Thema Coaching und zu sich selbst. Coaching um des Geldes oder der eignen Eitelkeit wegen, ist kontraproduktiv.

  • Coaching ist eine effiziente Personalentwicklung, die es ermöglicht die Persönlichkeit zu stärken. Vorhandene Ressourcen werden aktiviert und dienen sinnvoller Lösungsfindung. Nur wer als Coach einen nachweislichen Prozess führen kann, ist auch in der Lage produktiv und ergebnisorientiert zu arbeiten. Der Kunde ist König und kann sich seinen Coach nach Ausbildung und Qualifikation auswählen.

  • Coaching ist sinnvoll und notwendig, allerdings sollte der Coach die richtige Einstellung zu seiner Tätigkeit haben. Meiner Ansicht nach ist die richtige Einstellung eine Hilfe zur Selbsthilfe und keine Beratung. ie Kompetenz für ein bestimmtes Thema liegt beim Kunden, der Coach ist für den Prozess verantwortlich und unterstützt den kunden dabei, den richtigen Weg zu finden in seinem Wirrwarr im Kopf.

    • Hallo Elbkahn, die richtige Einstellung des Coachs ist ein wichtiger Punkt - da stimme ich Ihnen zu. Leider gibt es auf dem Markt welche, die versuchen, ihren Klienten zu einem Leben zu "überreden", das sie selbst gern führen würden und sich dann wundern, wenn sich die Klienten ein wenig "bockig" anstellen.

      Sogar unter Lehrcoachs findet man solche Typen - ich mache nämlich eine Umfrage zur Qualität von Coachingausbildungen aus Teilnehmersicht und bin gerade bei der Auswertung. Da hat es mich schon erschreckt, dass in der Stichprobe Institute waren, die mit kritischen Fragen von Seiten der Teilnehmer unprofessionell umgegangen sind, sodass diese das Gefühl bekamen, dass ihr Ansehen darunter litte, wenn sie welche stellten. Was nach den Angaben auf den Webseiten und in Broschüren nicht sein dürfte, denn formal sind die Lehrcoachs alle hochqualifiziert und können Zertifikate von Coachingverbänden nachweisen.

      Da kann ich schon Auftraggeber verstehen, die lieber Training oder Expertenberatung beauftragen.

  • Caelan ist dafür
    +1

    Als Geschäftsführerin habe ich schon oft erlebt das Caoches nicht wissen was sie tun , noch warum sie es tun.

    • Als Coach ( C o a c h ) weiss ich ganz genau, was ich tue. Im Gegensatz zu mancher Führungskraft..... Und ich weiß, warum ich es tue und was es auslösen kann. Aber wie überall gibt es natürlich auch hier schwarze Schafe! Deshalb: die richtige Ausbildung, der richtige Mentor ist Gold wert! Achten Sie also bitte auf das "Kleingedruckte" bei der Auswahl Ihres Coaches!

    • Das ist Schade, denn Coaching ist wirksam. Natürlich ist es wichtig, dass der Coach weiß was er tut. Leider tummeln sich viele sogenannte Coaches in unserem "Universum" die halt keine sind. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Qualitätsstandards geschaffen werden. Ich bin Coach und meine Vorstellung von Qualität finden Sie unter: www.qg-smc.de Schauen Sie doch mal vorbei.

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