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Wer grenzenlos Krach machen will - fährt Auto oder Motorrad


Es ist geradezu rührend, mit welchem Eifer Gesetzgebung und Bürokratie sich mühen, beim Verkehrslärm an der einen oder anderen Stelle ein paar wenige Dezibel einzusparen. Da gibt es eine eigene Kommission der EU, da werden namhafte Beträge in "Flüsterasphalt" investiert, da streitet man mit der Autoindustrie um Verbesserungen im Nachkommabereich. Alles um eines angeblich wirksamen Lärmschutzes willen.

Zugleich stehen Gesellschaft und Politik völlig gleichgültig einem Phänomen gegenüber, das vor allem in ländlichen Regionen immer mehr um sich greift: Es geht um das völlig hemmungslose und ungehemmte akustische Austoben jüngerer Auto- und besonders Motorradfahrer. Seien es die "rollenden Diskotheken" (offiziell verboten, aber von der Polizei ebenso toleriert wie das Hupgetöse bei Eheschließungs- oder Sportereignissen), sei es die - eigentlich ebenfalls rechtswidrige - Manipulation von Auspuffanlagen, um einen kilometerweit und nachhaltig vernehmbaren "Sound" zu gewährleisten.

Wer von einem anderen Stern bei uns landet, müsste meinen, es gebe hier ein Grundrecht auf individuelle Lärmentfaltung. Aber vielleicht gibt es das ja inzwischen wirklich . . .


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