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Nullhypothese-Gewalt gegen Frauen kein Problem


Solange die vom BGH vorgeschriebene Nullhypothese gilt, d.h. Richter und Staatsanwälte davon ausgehen, dass die Frau die Unwahrheit sagt, bedeutet das, dass Frauen nicht für glaubwürdig befunden werden und vor Gericht kaum eine Chance haben! Wollen wir dies nicht ändern?!! Vergewaltigung ist also immer noch kein Problem für Männer, siehe Kachelmann und DSK


Diskussionen

  • BayesianHorse ist dagegen
    +1

    Das ist in der Tat ein Problem. Aber die Nullhypothese ist die einzig richtige Lösung.

    Die einzige Alternative wäre, davon auszugehen, dass die jeweilige Frau immer die Wahrheit sagt. Das mag jetzt noch gut aussehen, wo es relativ wenige belegbar falsche Anschuldigungen gibt, aber was passiert, wenn falsche Anschuldigungen eine gute solide Möglichkeit zur Karriereförderung oder Vergeltung werden?

    Von daher muss auch ein Vergewaltigungsvorwurf grundsätzlich der Rechtstaatlichkeit genügen und entsprechend bewiesen werden. Übrigens reicht die einfache Gegenaussage des Mannes auch nicht unbedingt. Wenn die Indizien dagegen sprechen, dass es sich um Einvernehmlichkeit handelt, dann gilt keine Nullhypothese mehr...

    Stattdessen muss der Aufklärungsunterricht verbessert werden. Es muss jungen Frauen vermittelt werden, dass es kein Grund zur Scham ist, und wie wichtig es ist, solche Fälle anzuzeigen und wie sie es dem Staatsanwalt leichter machen.

    Der hat es nämlich nicht leicht, wenn der Täter zu dem Zeitpunkt eine Beziehung hatte, die Anzeige nach ein paar Monaten erfolgt, und keinerlei Spuren gesichert wurden. Richter urteilen dann übrigens nicht, dass die Frau gelogen hat, sondern nur, dass die Unsicherheit zu hoch ist, als dass man jemanden dafür für drei Jahre ins Gefängnis stecken könnte. Gilt für Männer kein Recht auf Freiheit?

    Das nächste Problem ist, dass Forderungen nach mehr Aufklärung oft nach der Argumentation "Sie sind doch selbst Schuld" klingen, selbst wenn das garnicht gemeint ist. Eine Frau ist nicht Schuld, wenn die Anklage keinen Erfolg hat, aber man kann wegen dieser Argumentation auch nicht die Beweisführungspflicht so weit lockern, dass Falschanschuldigungen trivial werden.

    Vieles hängt auch davon, wie das aktuelle Bild ist. Heutzutage gibt es vielleicht eine sehr geringe Quote von Falschanschuldigungen und eine hohe Dunkelziffer. Nach entsprechenden Verfassungsänderungen wäre die Dunkelziffer (aus Scham) vermutlich nicht geringer, dafür wäre aber die Zahl der falschen Anschuldigungen mit Sicherheit höher. Ein rational denkender Mann dürfte dann eigentlich keine Beziehung mehr eingehen (erst recht keine ernst gemeinte), oder sich allein in der Nähe von Frauen aufhalten aus Angst um seine Freiheit........

  • OlgaDjurdjevic ist dagegen
    +1

    Frauenrechte

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